Gärtnerei

Positivliste

Der Schweizerische Familiengärtner Verband hat mitgewirkt, dass die Positivliste als Instrument zum biologischen Gärtnern weiterhilft.
Diese Liste inkl. Broschüre wurde bereits in der Juli 2018 Ausgabe des “Gartenfreund” allen Pächtern  zugestellt.
Die Positivliste wird alle 2 Jahre erneuert und unter dem gleichen Link auf der Homepage des SFG-Verbandes aufgeschaltet.

Mehr Informationen findet Ihr hier: http://www.familiengaertner.ch/de/aktuelles/news)

Positivliste & Betriebsmittelliste

In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL hat die Grün-Stadt-Zürich eine Positivliste mit erlaubten biologischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln sowie Erden erstellt. Diese Liste wird in allen Familiengarten- arealen verteilt und dient als Einkaufshilfe. Der FGV als Mitglied des SFGV dankt dem FiBL und der Grün Stadt Zürich für diese grosse Arbeit.

Weitere Informationen

Broschüre biologisch gärtnern

Positivliste 2018 für Kleingärten

Positivliste Kurzfassung 2018

Einkaufsliste mit Logos

Erfolgspyramide für den Biogarten

Wissenswertes über Neophyten

Invasive gebietsfremde Pflanzen sind nicht-einheimische Pflanzen, die aus fremden Gebieten (meist aus anderen Kontinenten), absichtlich oder unabsichtlich, eingeführt wurden, die sich bei uns in der Natur etablieren (Vermehrung in freier Natur) und sich auf Kosten einheimischer Arten effizient ausbreiten. Sie tragen weltweit zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei und sind nach IUCN weltweit der zweitwichtigtse Grund des Artenrückgangs, gleich nach der Zerstörung von Biotopen durch den Menschen. Gemäss Art. 8h des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt muss das Einbringen solcher Arten verhindert und bereits etablierte Arten kontrolliert oder beseitigt werden. Auch in der Schweiz haben sich die invasiven Neophyten in den letzten Jahren als Gefährdung für die biologische Vielfalt bestätigt. Die Aktivitäten rund um das Thema haben sich vermehrt und gehen von der Informationsvermittlung und Sensibilisierung, bis hin zur Eindämmung und Bekämpfung. 

Mit der revidierten Freisetzungsverordnung (FrSV; Okt. 2008), haben wir in der Schweiz eine gesetzliche Basis um Mensch und Umwelt vor den Schäden durch den Umgang mit invasiven Neophyten zu schützen. Nicht alle Neophyten sind invasiv. Die Schweizer Flora zählt heute ungefähr 500 bis 600 Neophyten, davon werden 58 zu den invasiven oder potenziell invasiven Neophyten gezählt. Es gibt auch einheimische Pflanzen, die lokal massiv auftreten können und unerwünscht sind (z.B. Ackerkratzdistel, Jakobskreuzkraut, Raukenblättriges Kreuzkraut, Breitblättriger Ampfer). Quelle: www.infoflora.ch (April 2014)

Weitere Informationen

www.infoflora.ch

Umgang mit invasiven Organismen – Kantonaler Umsetzungsplan Zug

Gärtnern mit dem Mond

Erzielt man durch das Gärtnern nach dem Mondkalender bessere Ernten? Viele Gärtner glauben an die Kraft des Mondes – auch ohne wissenschaftlichen Beweis. Mondgärtner gehen von der Annahme aus, dass nicht nur grosse Wassermassen vom Mond beeinflusst werden (Ebbe und Flut), sondern auch kleine wie zum Beispiel die Pflanzensäfte. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Position des Mondes am Himmel. Der Mond bewegt sich nicht in einer gleichbleibenden Höhe, sondern steht mal höher und mal tiefer zum Horizont. Vom tiefsten Punkt im Sternbild Schütze steigt er bis zum Wendepunkt im Sternbild Zwillinge auf, um danach wieder bis zum Sternbild Schütze abzusteigen (siderischer bzw. sternenbezogener Mondzyklus; 27.3 Tage Dauer).

Je nach Stellung zur Sonne wird er dabei vom Neumond zum Vollmond und wieder zum Neumond. Der hier beschriebene Mondkalender richtet sich nach den Daten des anthroposophischen Instituts Goetheanum in Dornach (CH) und beruht auf dem siderischen Mondzyklus. Dieser berücksichtigt die unterschiedlichen Grössen der einzelnen Sternbilder: Der Mond steht beispielsweise etwa eineinhalb Tage im Sternbild Waage und fast vier Tage im Sternbild Jungfrau.

Aufgrund absteigender Mond bzw. zu- und abnehmender Mond

Symbolisch wird die Aufstiegsphase des Mondes auch als Ausatmen der Erde bezeichnet und die Abstiegsphase als Einatmen. Beim Ausatmen wird der Pflanzensaft vom Mond angezogen und strömt in die oberen Pflanzenteile. Deshalb sollte man zum Beispiel während des aufsteigenden Mondes Obst ernten: Wenn die Früchte gut im Saft stehen, sind sie besonders lange haltbar und weniger anfällig für Pilzbefall. Während des Einatmens, ziehen sich Wasser und Nährstoffe in die unteren Pflanzenteile zurück. Die Zeit des absteigenden Mondes eignet sich deshalb zum Beispiel besonders gut für den Heckenschnitt, da dann weniger Pflanzensaft austritt, für Aussaaten und Pflanzarbeiten aller Art oder für die Ernte von Wurzelpflanzen wie Möhren oder Zwiebeln. Kurz bevor der Mond seinen niedrigsten Stand erreicht hat, sollte man Rasen mähen und Unkraut jäten, danach wächst beides langsamer.

Die Sternbilder im Mondkalender

Mondgärtner gehen davon aus, dass der Mond jeweils die Kräfte des Sternbilds, in dem er gerade steht, auf die Erde lenkt. Zur Kraftübertragung nutzt er die vier Elemente Feuer/Wärme, Erde, Luft/Licht und Wasser. Je drei der zwölf Sternbilder werden zu Gruppen zusammengefasst, die Trigone genannt werden. Jedes der vier Trigone steht für eines der vier Elemente und damit auch für eine bestimmte Pflanzengruppe: Zum Frucht-Trigon, dessen Element die Wärme ist, zählen die Sternkreiszeichen Löwe, Widder und Schütze. Dieses Trigon hat besonders grossen Einfluss auf Fruchtpflanzen wie Obstbäume und Beerensträucher, aber auch Fruchtgemüse wie z.B. Tomaten, Auberginen, Zucchini oder Kürbis. Zum Wurzel-Trigon, das zum Element Erde gehört, zählen Jungfrau, Stier und Steinbock. Wurzelpflanzen sind Gemüsearten mit unterirdischen oder bodennahen Speicherorganen wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, Zwiebeln, Radieschen oder Sellerie. Das Blüten-Trigon mit dem dazugehörigen Element Luft/Licht besteht aus Waage, Zwilling und Wassermann. Pflanzen mit auffälligen Blüten, wie z.B. Zwiebelblumen, Blütensträucher und Stauden gelten als Blütenpflanzen im Sinne des Mondkalenders, aber auch Gemüsearten wie z.B. Artischocken, Blumenkohl oder Brokkoli. Die Zeichen Skorpion, Krebs und Fische, deren Element das Wasser ist, werden zum Blatt-Trigon zusammengefasst. Zu den Blattpflanzen gehören z.B. Kräuter und Blattgemüse wie Salbei, Minze, Kohlarten und Salate, aber auch Heckenpflanzen und Stauden mit dekorativen Blüten wie die z.B. Funkie oder das Mammutblatt. Je nach Sternbild, in dem der Mond gerade steht, werden für den Mondkalender sogenannte Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage oder Blatttage festgelegt. Daraus leitet sich in Kombination mit dem Mondstand ab, welche Gemüse, Blumen, Kräuter und Sträucher jetzt am besten ausgesät, gepflanzt, geschnitten oder geerntet werden. Ist die Witterung am vorgesehenen Tag allerdings ungünstig, warten Sie besser, bis der Mond rund neun Tage später wieder in einer ähnlich guten Konstellation steht.

Probieren Sie einfach selbst aus, ob Sie mit dem Gärtnern nach dem Mond – wie viele andere Hobbygärtner – mehr Erfolg im Garten haben. Quelle: www.mein-schoener-garten.de

Der Mondkalender zum Download

Mondkalender 2018

Weitere Informationen findet Ihr unter: www.mein-schoener-garten.de/

Biologisch Gärtnern

Fruchtfolge, Fruchtwechsel und Mischkultur

Wenn Sie eine Grundrisszeichnung Ihres Gemüsegartens vorliegen haben, geht es an die eigentliche Anbauplanung. überlegen Sie zunächst, welche Gemüsearten Sie anbauen wollen und fertigen Sie eine Liste an, in der Sie den jeweiligen Flächenbedarf festlegen. Anschliessend teilen Sie die Pflanzen in zwei Gruppen ein: In die eine Gruppe kommen alle Arten mit langer Wachstumszeit, sogenannte Hauptkulturen. Dazu zählen zum Beispiel Kartoffeln, Möhren, Gurken und Zuckermais. Die zweite Gruppe umfasst die Vor- und Nachkulturen wie z.B. Buschbohnen, Winterporree, Feldsalat, Kohlrabi, Spinat und Radieschen.

Kulturen kombinieren

Nun kombinieren Sie jede Hauptkultur mit einer Vor- oder Nachkultur zu einer Fruchtfolge, die zeitlich versetzt im selben Beet angebaut werden kann. Sie säen oder pflanzen also entweder zuerst die Gemüseart mit kurzer Kulturzeit aus und erst nach deren Ernte die Hauptkultur, oder Sie gehen umgekehrt vor. Spinat beispielsweise ist eine gute Vorkultur für Möhren. Buschbohnen hingegen werden meist als Nachkultur auf abgeerntete Kartoffelbeete gesät. Auch der kälteunempfindliche Feldsalat wird erst ausgesät, wenn die Hauptkultur beendet ist, z.B. nach Kohlarten oder Zwiebeln. Grundsätzlich gilt: Geeignete Partner für die Fruchtfolge haben unterschiedlich lange Kulturzeiten, gehören unterschiedlichen Familien an und haben einen unterschiedlich hohen Nährstoffbedarf.

Stark- und Schwachzehrer

Zu den sogenannten Starkzehrern zählen z.B. Kartoffeln, Kohlarten, Kürbis und Zucchini, Neuseeländer Spinat und Zuckermais. Einen mittleren Nährstoffbedarf (Mittelzehrer) haben z.B. Auberginen, Endivien, Gurken, Lauch, Mangold, Rettich, Paprika, Rote Bete, Spinat, Stangenbohnen und Tomaten. Mit wenig Nährstoffen (Schwachzehrer) kommen z.B. Buschbohnen, Erbsen, Feldsalat, Knollenfenchel, Kopfsalat, Radieschen und Zwiebeln aus. Auch fast alle Kräuter sind Schwachzehrer.

Fruchtwechsel einhalten

Noch wichtiger als eine durchdachte Fruchtfolge ist der jährliche Fruchtwechsel. Bis auf wenige Ausnahmen, zum Beispiel mehrjährige Gemüse- und Obstarten wie z.B. Spargel, Erdbeeren oder Rhabarber, sollte man die Anbaufläche für die meisten Gemüsearten jährlich wechseln. Damit beugt man Schädlingen (z.B. Nematoden) und Krankheiten (z.B. Kohlhernie) vor und verhindert, dass dem Boden einseitig Nährstoffe entzogen werden. Grundsätzlich sollte man keine Pflanzen aus derselben Familie zwei Jahre nacheinander auf einer Fläche anbauen. Das gilt vor allem für Kohlgewächse (z.B. Rotkohl und Kohlrabi), aber auch für Nachtschattengewächse (z.B. Kartoffeln und Tomaten). Auch Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf sollte man nicht zwei Jahre nacheinander auf derselben Fläche kultivieren.

Die Mischkultur

Im klassischen Gemüsegarten wächst pro Beet immer nur eine Gemüseart. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass es sinnvoll ist, unterschiedliche Gemüsearten reihenweise in dasselbe Beet zu setzen. Diese sogenannte Mischkultur hat den Vorteil, dass die Pflanzen derselben Art sich untereinander nicht so viel Konkurrenz machen und die Nährstoffe im Boden besser ausgenutzt werden. Gute Partner sind z.B. Zwiebeln und Möhren, Feldsalat und Kohlrabi oder Tomaten und Paprika. Einige Arten beschützen sich sogar gegenseitig vor Schädlingen: So hält z.B. der Möhrenduft die Zwiebelfliege fern, während gleichzeitig der Zwiebelgeruch die Möhrenfliege vertreibt. Eine Mischkulturtabelle gibt Aufschluss über gute und weniger gute Beetpartner. Leider liegen die Vorteile nicht immer auf beiden Seiten; oft profitiert nur die eine Art auf Kosten der anderen. Deshalb steht in einer Mischkulturtabelle die Art, die am meisten gefördert wird, immer in der senkrechten Spalte.

Quelle: www.mein-schoener-garten.de/