Gärtnern mit dem Mond

Höhere Erträge, stärkere Pflanzen

Erzielt man durch das Gärtnern nach dem Mondkalender bessere Ernten? Viele Gärtner glauben an die Kraft des Mondes – auch ohne wissenschaftlichen Beweis. Mondgärtner gehen von der Annahme aus, dass nicht nur grosse Wassermassen vom Mond beeinflusst werden (Ebbe und Flut), sondern auch kleine wie zum Beispiel die Pflanzensäfte. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Position des Mondes am Himmel. Der Mond bewegt sich nicht in einer gleichbleibenden Höhe, sondern steht mal höher und mal tiefer zum Horizont. Vom tiefsten Punkt im Sternbild Schütze steigt er bis zum Wendepunkt im Sternbild Zwillinge auf, um danach wieder bis zum Sternbild Schütze abzusteigen (siderischer bzw. sternenbezogener Mondzyklus; 27.3 Tage Dauer).

Je nach Stellung zur Sonne wird er dabei vom Neumond zum Vollmond und wieder zum Neumond. Der hier beschriebene Mondkalender richtet sich nach den Daten des anthroposophischen Instituts Goetheanum in Dornach (CH) und beruht auf dem siderischen Mondzyklus. Dieser berücksichtigt die unterschiedlichen Grössen der einzelnen Sternbilder: Der Mond steht beispielsweise etwa eineinhalb Tage im Sternbild Waage und fast vier Tage im Sternbild Jungfrau.

Aufgrund absteigender Mond bzw. zu- und abnehmender Mond

Symbolisch wird die Aufstiegsphase des Mondes auch als Ausatmen der Erde bezeichnet und die Abstiegsphase als Einatmen. Beim Ausatmen wird der Pflanzensaft vom Mond angezogen und strömt in die oberen Pflanzenteile. Deshalb sollte man zum Beispiel während des aufsteigenden Mondes Obst ernten: Wenn die Früchte gut im Saft stehen, sind sie besonders lange haltbar und weniger anfällig für Pilzbefall. Während des Einatmens, ziehen sich Wasser und Nährstoffe in die unteren Pflanzenteile zurück. Die Zeit des absteigenden Mondes eignet sich deshalb zum Beispiel besonders gut für den Heckenschnitt, da dann weniger Pflanzensaft austritt, für Aussaaten und Pflanzarbeiten aller Art oder für die Ernte von Wurzelpflanzen wie Möhren oder Zwiebeln. Kurz bevor der Mond seinen niedrigsten Stand erreicht hat, sollte man Rasen mähen und Unkraut jäten, danach wächst beides langsamer.

Die Sternbilder im Mondkalender

Mondgärtner gehen davon aus, dass der Mond jeweils die Kräfte des Sternbilds, in dem er gerade steht, auf die Erde lenkt. Zur Kraftübertragung nutzt er die vier Elemente Feuer/Wärme, Erde, Luft/Licht und Wasser. Je drei der zwölf Sternbilder werden zu Gruppen zusammengefasst, die Trigone genannt werden. Jedes der vier Trigone steht für eines der vier Elemente und damit auch für eine bestimmte Pflanzengruppe: Zum Frucht-Trigon, dessen Element die Wärme ist, zählen die Sternkreiszeichen Löwe, Widder und Schütze. Dieses Trigon hat besonders grossen Einfluss auf Fruchtpflanzen wie Obstbäume und Beerensträucher, aber auch Fruchtgemüse wie z.B. Tomaten, Auberginen, Zucchini oder Kürbis. Zum Wurzel-Trigon, das zum Element Erde gehört, zählen Jungfrau, Stier und Steinbock. Wurzelpflanzen sind Gemüsearten mit unterirdischen oder bodennahen Speicherorganen wie z.B. Kartoffeln, Möhren, Kohlrabi, Zwiebeln, Radieschen oder Sellerie. Das Blüten-Trigon mit dem dazugehörigen Element Luft/Licht besteht aus Waage, Zwilling und Wassermann. Pflanzen mit auffälligen Blüten, wie z.B. Zwiebelblumen, Blütensträucher und Stauden gelten als Blütenpflanzen im Sinne des Mondkalenders, aber auch Gemüsearten wie z.B. Artischocken, Blumenkohl oder Brokkoli. Die Zeichen Skorpion, Krebs und Fische, deren Element das Wasser ist, werden zum Blatt-Trigon zusammengefasst. Zu den Blattpflanzen gehören z.B. Kräuter und Blattgemüse wie Salbei, Minze, Kohlarten und Salate, aber auch Heckenpflanzen und Stauden mit dekorativen Blüten wie die z.B. Funkie oder das Mammutblatt. Je nach Sternbild, in dem der Mond gerade steht, werden für den Mondkalender sogenannte Fruchttage, Wurzeltage, Blütentage oder Blatttage festgelegt. Daraus leitet sich in Kombination mit dem Mondstand ab, welche Gemüse, Blumen, Kräuter und Sträucher jetzt am besten ausgesät, gepflanzt, geschnitten oder geerntet werden. Ist die Witterung am vorgesehenen Tag allerdings ungünstig, warten Sie besser, bis der Mond rund neun Tage später wieder in einer ähnlich guten Konstellation steht.

Weitere Informationen

Probieren Sie einfach selbst aus, ob Sie mit dem Gärtnern nach dem Mond – wie viele andere Hobbygärtner – mehr Erfolg im Garten haben.

Quelle: www.mein-schoener-garten.de