Invasive gebietsfremde Pflanzen sind nicht-einheimische Pflanzen, die aus fremden Gebieten (meist aus anderen Kontinenten), absichtlich oder unabsichtlich, eingeführt wurden, die sich bei uns in der Natur etablieren (Vermehrung in freier Natur) und sich auf Kosten einheimischer Arten effizient ausbreiten. Sie tragen weltweit zum Rückgang der biologischen Vielfalt bei und sind nach IUCN weltweit der zweitwichtigtse Grund des Artenrückgangs, gleich nach der Zerstörung von Biotopen durch den Menschen. Gemäss Art. 8h des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt muss das Einbringen solcher Arten verhindert und bereits etablierte Arten kontrolliert oder beseitigt werden. Auch in der Schweiz haben sich die invasiven Neophyten in den letzten Jahren als Gefährdung für die biologische Vielfalt bestätigt. Die Aktivitäten rund um das Thema haben sich vermehrt und gehen von der Informationsvermittlung und Sensibilisierung, bis hin zur Eindämmung und Bekämpfung.
Mit der revidierten Freisetzungsverordnung (FrSV; Okt. 2008), haben wir in der Schweiz eine gesetzliche Basis um Mensch und Umwelt vor den Schäden durch den Umgang mit invasiven Neophyten zu schützen. Nicht alle Neophyten sind invasiv. Die Schweizer Flora zählt heute ungefähr 500 bis 600 Neophyten, davon werden 58 zu den invasiven oder potenziell invasiven Neophyten gezählt. Es gibt auch einheimische Pflanzen, die lokal massiv auftreten können und unerwünscht sind (z.B. Ackerkratzdistel, Jakobskreuzkraut, Raukenblättriges Kreuzkraut, Breitblättriger Ampfer). Quelle: www.infoflora.ch (April 2014)
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