Nachhaltig Gärtnern

Methoden gegen Schnecken

Liebe Gärtnerinnen und Gärtner

im letzten Newsletter von “mein-schoener-garten.de” gab es einen interessanten Artikel zum nachhaltigen Umgang mit der Schnecken-Plage, welchen ich Euch nicht vorenthalten möchte. 

Viele Grüsse

Olaf

>> Link zum Original-Artikel

Schnecken können sich zu einer echten Plage entwickeln, insbesondere die Spanische Wegschnecke, die Gartenwegschnecke und die Ackerschnecke. Schnecken sind gefrässig und Gartenbesitzer brauchen viel Geduld, um sich ihrer zu entledigen. Dabei ist es hilfreich, mehrere präventive und akut wirksame Abwehrmassnahmen miteinander zu kombinieren. Es gibt eine ganze Reihe von schonenden Möglichkeiten, sich der Schnecken entschlossen zu erwehren, ohne sie zu vergiften oder zu ertränken. 

Probiert einfach aus, welche Tipps gegen die Schnecken bei Euch im Garten wirken.

Beizeiten Gelege ausheben

Zu den wirkungsvollsten Gegenmassnahmen gehört das Vernichten der Gelege. Schnecken legen ihre Eier gerne an dunkle und feuchte Orte, so zum Beispiel unter umgestülpte Töpfe oder in Erdspalten unter Sträuchern. Geht bereits im Herbst und danach im Frühling auf die Suche und holt die Eier ans Licht, so dass natürliche Fressfeinde den Rest erledigen können. 

Tipp: Die Erde sollte nicht im Herbst umgegraben werden, denn dies schafft automatisch zahllose Hohlräume im Boden, die Schnecken gerne für die Eiablage nutzen. Verschiebt das Umgraben auf den Frühling und hebt nach Möglichkeit Sand oder Kompost unter. Damit werden Möglichkeiten für die Eiablage reduziert.

Schnecken regelmässig absammeln

Habt Ihr das Ausheben von Gelegen versäumt, bietet sich im Frühling eine weitere Gelegenheit, die Schneckenpopulation zu reduzieren. Sammelt die Schnecken in den frühen Morgenstunden oder am dämmrigen Abend von den Pflanzenteilen ab. 

Tipp: Verteilt im Garten bewusst Bretter, Steine oder andere Unterschlupfmöglichkeiten, unter denen sich Schnecken tagsüber gerne zurückziehen. Dann habt Ihr beim Absammeln leichtes Spiel. Die Schnecken solltet Ihr mindestens einen Kilometer entfernt aussetzen (im Nachbargarten nutzt es nicht, weil Sie hier nur genug zu Fressen finden und sich weiter vermehren). 

Barrieren für Schnecken errichten

Es gibt viele verschiedene Barrierevarianten, wie z.B. Schneckenzäune, welche die Schnecken von Beeten fernhalten. Deren Beschaffenheit ist so ungünstig für Schnecken, dass sie diese nicht überwinden können.

Weiterhin kann mit Hausmitteln gute Erfolge erzielt werden. Katzenstreu, Eierschalen, Sägespäne, Kaffeesatz oder Asche können wie einen Schutzring um die Pflanzen ausgelegt werden. Entweder wirkt das Material entfeuchtend auf die Schnecken oder die Oberfläche ist sehr rau, was Schnecken gar nicht mögen. Kaffeesatz beinhaltet Koffein, das bei Schnecken als Nervengift wirkt. Sie meiden das Material deshalb. Einziger Nachteil: Kräftiger Regen spült die Materialien aus und Sie müssen neue Schutzringe schaffen.

Fressfeinde im Garten ansiedeln

Eine weitere Massnahme mit Langzeitwirkung ist das Ansiedeln natürliche Fressfeinde. Die grössten Schneckenfeinde sind unsere heimischen Vögel, wie z.B. Amseln, Elstern, Meisen oder Stare. Auch Igel, Spitzmäuse, Kröten und Blindschleichen fressen die schleimigen Tiere. Um natürliche Fressfeinde wie diese in den Garten zu locken, ist es ratsam, eine naturnahe Gartengestaltung zu realisieren.

Eine weitere Möglichkeit, wäre das Ansiedeln von Hühnern oder Enten. Auch hier gibt es zumindest bei einigen Pächtern erste Ideen, dies auszuprobieren. Nachteil ist der grössere Aufwand zur Absicherung der Gärten und der Schutz gegen Füchse.

Ebenfalls wäre die Ansiedlung von Tigerschnegeln. Allerdings sind diese in der Anschaffung recht teuer (und mögen auch Salat, wenn die anderen Schnecken aufgefressen worden sind.) Weitere Informationen zu Tigerschnegel findet Ihr hier (Link).

Was hilft bei Euch im Garten? Welche Tipps könnt Ihr mit unseren anderen Pächtern teilen? Gerne könnt Ihr uns Eure Tipps zukommen lassen (vorstand@fgvsteinhausen.ch).

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